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Liposome, Nanopartikel & Co.

Liposome, Nanopartikel

Spezielle Wirkstoffe – Liposome, Nanopartikel & Co. – Oder besser gesagt: Wie können Wirkstoffe besser transportiert werden?

Transportsysteme für Wirkstoffe sind sehr reizvolle Inhaltsstoffe für pharmazeutische und kosmetische Anwendungen. Aufgrund der speziellen Strukturen können sie die Wirkstoffe geschützt direkt an den Wirkort bringen. Am bekanntesten ist das Transportsystem Liposom. Liposome wurden früher nur zur besseren Wirkung von Arzneimitteln eingesetzt. Seit vielen Jahren macht man sich diese exzellente Transportwirkung aber auch in der Kosmetik zu nutze. Normalerweise hat die Haut eine sehr gute natürliche Barrierefunktion gegenüber Fremdstoffen. Teilweise erreichen daher auch Hautpflegeprodukte tiefere Hautschichten nicht ganz so leicht. Rezepturen müssen aus diesem Grund besonders sorgfältig formuliert werden. Aber es können auch Verkapselungssysteme wie Liposomen oder Nanosomen verwendet werden, um Wirkstoffe in tiefere Hautschichten zu transportieren. Diese haben zudem den weiteren Vorteil, dass empfindliche Wirkstoffe auch besser geschützt werden.

Zahlreiche Studien belegen, dass Liposome sehr gut mit der Haut in Wechselwirkung gehen. D.h., dass sie die Barriere der Haut gut passieren und Wirkstoffe in die Epidermis transportieren können. Liposomen und Nanosomen bestehen aus Stoffen, die löslich und biologisch abbaubar sind. Nach derzeitigem Wissen geben sie keinen Anlass für gesundheitliche Bedenken.

Der Begriff Liposom steht als Sammelbezeichnung gleich für verschiedene andere ähnlich strukturierte Hohlkügelchen (z.B. Nanosomen, Niosomen), die wir nun näher erläutern:

 

Liposome sind mikroskopisch kleine (ca.200-800nm) Hohlkugeln aus Lecithin, deren Außenhülle aus Lipiden (Fetten) besteht. Ihr Innenraum ist mit Wasser gefüllt, in dem verschiedene Wirkstoffe gelöst sein können. Liposome bestehen aus einer oder mehreren Lipiddoppelschichten, die sich um den wässrigen Kern lagern. Sie besitzen eine Membranstruktur wie die Barriereschichten der Haut. Die Membranstruktur wird von Phospholipiden (z.B. aus Soja) gebildet. Diese Moleküle zeichnen sich dadurch aus, dass die einen fettliebenden Teil und gleichzeitig einen wasserliebenden Teil haben. Liposome können daher  nicht nur selber in die Haut gelangen, sondern aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften einen Großteil an Wirkstoffen mit sich transportieren. Lipophile (fettliebende, öllösliche) Stoffe werden in die Doppelmembran integriert, wasserlösliche Substanzen befinden sich im Inneren des Kerns.

 

Das Verkapselungssystem Nanosom ist den Liposomen sehr ähnlich. Nanosomen haben eine Lipideinzelschicht und werden aufgrund ihrer extrem geringen Größe Nanosomen genannt. Durch die Lipideinzelschicht werden bei Nanosomen die fettlöslichen Wirkstoffe im Kern eingeschlossen und die Wasserlöslichen in die Außenhülle (Wand) integriert.  Es sind winzige Ansammlungen mit einem Durchmesser von nur ca. 30-100 Nanometern, die im Unterschied zu Liposomen fettlösliche Wirkstoffe (z.B. die fettlöslichen Vitamine A und E) in die Haut transportieren. Ihre besondere Wirkungsweise liegt darin, dass diese locker gebundenen Lipidkügelchen in ihre Bestandteile zerfallen, sobald sie auf die Haut aufgetragen werden, und dabei den transportieren Wirkstoff freisetzen.

Niosome (Non-ionic surfactants = nichtionische Tenside) sind wie Liposome mikroskopisch kleine Kugeln, bei denen eine Doppelmembran einen Innenraum umschließt. Die Doppelmembran leitet sich hier von Zuckern oder Aminosäuren ab. In Ihrem Innenraum können ebenfalls  Wirkstoffe  eingearbeitet werden. Die Umhüllung mit der Doppelmembran schützt empfindliche Wirkstoffe und kann ihren Transport in gleicher Weise wie Liposomen verbessern.

 

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