Basische Ernährung

In dem altbekannten Satz “Wahre Schönheit kommt von innen“ steckt viel Wahrheit. Eine ausgewogene Ernährung sorgt nicht nur für den Verlust einiger Kilos, sondern vielmehr für einen gesunden Körper und eine strahlend schöne Haut. Zu den effektivsten Methoden, um dem Körper und der Haut etwas Gutes zu tun, zählt eine basenreiche Ernährung.

Schutz vor vorzeitiger Hautalterung

Eine ausgewogene und basenreiche Ernährung kann die Haut vor sogenannten Faltenbeschleunigern schützen, zu denen die Arachidonsäure, die Glykierung und freie Radikale zählen.

Die Arachidonsäure ist eine natürliche Fettsäure, die zusätzlich in Fleisch, Wurst und Omega-6 fettsäurehaltigen Lebensmitteln enthalten ist. Das Fatale an der Arachidonsäure ist, dass sie im Körper Entzündungsprozesse einleitet, die wiederum die Bildung von Enzymen anregen, die für den Abbau der Hautfasern und der Grundstruktur verantwortlich sind. Das Hautgerüst wird dadurch geschwächt und abgebaut, was zur Faltenbildung führt.

Die Glykierung wird auch als Verzuckerung von Geweben bezeichnet. Hierbei sorgen Zuckermoleküle dafür, dass die Kollagenfasern verkleben. Das Verkleben macht die Fasern unelastisch und hart. Ein übermäßiger Zuckerkonsum macht also nicht nur dick, sondern lässt auch früher alt aussehen.

Die wohl bekanntesten Faltenbeschleuniger sind die freien Radikale, auch Oxidantien genannt. Freie Radikale sind Nebenprodukte des Stoffwechsels und bis zu einem gewissen Grad sogar nützlich. Sie bauen Fremdsubstanzen ab, schützen den Organismus vor Mikroorganismen und unterstützen außerdem die Immunabwehr. Ist die Anzahl an freien Radikalen für den Körper jedoch zu hoch spricht man vom oxidativen Stress. Dabei greifen die freien Radikalen Lipide, Proteine/Aminosäuren, Zellstrukturen, DNS sowie RNS an.

Alle Faltenbeschleuniger können in der Haut Entzündungen auslösen und dadurch eine vorzeitige Hautalterung hervorrufen. Diese Art der Alterung wird Inflamming Aging, Entzündungsaltern, genannt. Es wird durch die genetische Disposition, z.B. Sonnen- und Hauttyp und durch die Lebensweise begünstigt.

Eine ausgewogene und basenreiche Ernährung hält den Säure-Basen-Haushalt des Körpers im Gleichgewicht, was sich in einem schönen und strahlenden Hautbild wiederspiegelt. Unreinheiten, Cellulite und Co. gehören der Vergangenheit an.

Der Säure-Basen-Haushalt

Der menschliche Organismus benötigt einen ausgeglichenen Säuren und Basen Haushalt, der das Regulierungssystem des Körpers darstellt. Alle Körperfunktionen können so optimal ablaufen. Das Verhältnis von Säuren und Basen ist für den Organismus sehr wichtig. Ein dauerhaft unausgewogenes Verhältnis, meist durch einen Säureüberschuss verursacht, kann zu Problemen führen. Der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr einwandfrei und es können sich chronische Krankheiten entwickeln. Der menschliche Körper verfügt daher über verschiedene Puffersysteme, um Säuren- bzw. Basenüberschüsse zu kompensieren.

Ein Großteil der Bevölkerung hat ein gestörtes Säure-Basen-Verhältnis, doch mit der richtigen Ernährung kann der Körper gesund und vital erhalten werden. Natürliche Schönheit ist der Ausdruck eines gesunden Körpers.

Das optimale Säure-Basen-Verhältnis im Körper

Zur Bewertung des eigenen Säure-Basen-Haushaltes gibt es für zu Hause eine einfache Testmethode, die Messung des pH-Wertes des Urins. Zum Testen werden bevorzugt Lackmuspapierstreifen genutzt, die in Apotheken oder Drogerien erhältlich sind. Die Messergebnisse werden zur Deutung mit einer Farbskala verglichen. Die Farbskala zeigt pH-Werte von 0 bis 14, 1 steht dabei für stark sauer und 14 für stark basisch. PH Werte unter 7 zeigen saure Lösungen, pH-Werte über 7 basische Lösungen an. Der pH-Wert 7 steht für eine neutrale Lösung.  Die Messung des pH-Wertes im Urin ist leider immer etwas ungenau, da es tageszeitbedingte Schwankungen gibt. Aus diesem Grund sollten Messungen zu unterschiedlichen Uhrzeiten vorgenommen und mit den dazugehörigen Idealwerten verglichen werden.

Ursachen für eine Übersäuerung und deren Auswirkungen

Ein Übermaß an Säuren kann krank machen. Zu den direkten und indirekten Krankheitsbildern, die durch eine Übersäuerung verursacht oder gefördert werden, gehören zum Beispiel Cellulite, Erschöpfung, Akne, Haarausfall und vorzeitiges Altern. Die Ursachen für eine Übersäuerung sind dabei vielfältig. Zu den Auslösern gehören unter anderem eine falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Aber auch ein zu viel an Sport kann zu einer  Übersäuerung beitragen. Ausschlaggebend ist aber der individuelle Lebensstil eines jeden einzelnen.

Auch Krankheiten können eine Störung des Säure-Basen-Haushaltes hervorrufen und so zu einer Übersäuerung führen oder eine vorhandene verschlimmern. Es entsteht ein Teufelskreis, da eine zunehmende Übersäuerung krank und eine fortschreitende Krankheit sauer macht.

Gleichgewicht halten, so gelingt es

Zur Vermeidung einer Übersäuerung und daraus folgenden Krankheiten, sind eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise enorm wichtig. Eine ausgewogene Ernährung besteht zu 80% aus basenreichen und zu 20% aus säurehaltigen Lebensmitteln. Wer sich nach dieser Regel ernährt, hat im üblichen ausreichend Basen und Basenreserven im Körper, um eventuelle Säurefluten zu neutralisieren.

Beispiele für basische Lebensmittel

  • Reifes Obst und Gemüse, Salate, Kartoffeln, Kräuter, Pilze, stilles Wasser, reiner Kräutertee

Beispiele für säurebildende Lebensmittel

  • Tierische Produkte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Süßigkeiten, Getreideprodukte, Nüsse, Getränke wie Cola, Kaffee, Alkohol etc.

Zur Orientierung gilt: „Je roher, grüner und fruchtiger, desto basischer! Je gekochter, käsiger, fleischiger und süßer, desto saurer!“

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