Mineralöle, Silikone & Co.

Immer wieder geraten einzelne Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte in die Kritik. Ob berechtigte Kritik oder nicht: der „Ruf“ der Produkte oder Inhaltsstoffe ist nach einer öffentlichen Diskussion meist nicht wieder herzustellen.

Der Markt reagiert stets mit abnehmender Akzeptanz der in die Kritik geratenen Inhaltsstoffe und damit auch Produkten, die diese enthalten.

Mineralöl und Silikonöl sind interessante Beispiele dafür: obwohl wir von Dr. med. Christine Schrammek Kosmetik der Unbedenklichkeit der Stoffe überzeugt sind, setzen wir sie aus dem Grund der nicht immer berechtigten Diskussion im Markt nicht mehr oder nur bedingt in unseren Produkten ein.

 

Mineralöl

Schon seit über 100 Jahren werden Mineralöle (oft auch als Paraffine bezeichnet) in kosmetischen Mitteln als sichere und wichtige Rohstoffe eingesetzt. Sie werden in unterschiedlicher Konsistenz in Kosmetika verwendet, beispielsweise als flüssige Öle oder feste Wachse.

Paraffinöl (Mineral Oil) wird aus Erdöl hergestellt und weckt zunächst immer negative Assoziationen. Es sind einfache und reaktionsträge Kohlenwasserstoffe (flüssig, dünnflüssig oder fest), die jedoch vor allem durch ihre Reaktionsträgheit sehr sichere und stabile Rohstoffe darstellen.

Paraffin – bzw. besonders der Begriff Erdöl – gilt allgemein als Sinnbild purer Chemie. Ein Irrglaube, denn Erdöl und auch Kohle sind natürlichen Ursprungs. Im Vergleich zu Pflanzenölen sind sie noch dazu vollkommen unanfällig gegen Ranzigkeit und werden wegen der guten Verträglichkeit in Medizin und Pharmazeutika eingesetzt.

Aufgrund dieser sehr guten Hautverträglichkeit und ihrer ausgeprägt pflegenden und schützenden Eigenschaften sind Mineralöle besonders gut für viele kosmetische Produkte geeignet. Den Mineralölen ähnliche Substanzen werden auch in der menschlichen Haut oder in natürlichen Fetten und Wachsen nachgewiesen, wie auch in Pflanzenölen und Bienenwachs. Für die Hautpflege wird Mineralöl aufwendig und besonders sorgfältig aufgearbeitet. Dabei werden Verunreinigungen und Rückstände zuverlässig entfernt, so dass Paraffine sogar die Reinheitsanforderungen des DAB (Deutsches Arzneibuch) erfüllen. Allergische Reaktionen auf Paraffinöle sind im Gegensatz zu Reaktionen auf Pflanzenöle und –stoffe kaum bekannt.

 

Silikonöl

Bei Silikonölen handelt es sich um eine Stoffgruppe, die im Zuge der Mineralöldiskussion häufig kritisch mitbetrachtet wird. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede: Mineralöle bestehen aus Kohlenwasserstoffen (KW). Silikone sind im Gegensatz dazu Verbindungen aus Silizium und Sauerstoff, die keine KW-Grundstruktur aufweisen. Als pure, chemische Komponente ist Mineralöl nicht enthalten. Silikonöl wird aufgrund der sehr positiven Wirkung auf die Hautoberfläche eingesetzt. Es ist ein sicherer Stoff, der in keiner Weise das physiologische Gleichgewicht der Haut beeinträchtigt.

Verbraucher können kosmetische Produkte, die Mineralöle und Silikonöle enthalten, bedenkenlos benutzen. Die Sicherheit  der Verbraucher hat immer den höchsten Stellenwert. Alle verwendeten Rohstoffe müssen umfangreich geprüft werden und höchste Standards in Bezug auf Reinheit und Qualität erfüllen.

 

Dir könnte außerdem gefallen