Zum 31.12.2020 tritt die neue NiSV-Verordnung (Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung beim Menschen) in Kraft.

Bislang durften die meisten apparativen Behandlungen im Kosmetikinstitut mit diversen Geräten ohne gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation von der Kosmetikerin angeboten werden. Zum Schutz der Verbraucher*innen hat der Gesetzgeber entschieden, dass Anwender*innen der betroffenen Geräte einen Fachkundenachweis ab dem 31.12.2021 vorlegen müssen.

Ab dem 31. Dezember 2020 gilt eine Meldepflicht für die gewerbliche Anwendung von Anlagen, die nichtionisierende Strahlung zu kosmetischen und sonstigen nicht medizinischen Zwecken am Menschen nutzen.

Folgende Geräte sind von den NisV betroffen, sofern sie zu kosmetischen oder sonstigen nichtmedizinischen Zwecken eingesetzt werden. (Behandlungen zu medizinischen Zwecken fallen nicht unter die Regelungen der NiSV):

  • Ultraschallgeräte
  • IPL-Geräte
  • Lasergeräte
  • Hochfrequenzgeräte
  • Niederfrequenzgeräte
  • Gleichstromgeräte
  • Magnetfeldgeräte, die nicht ionisierende Strahlung aussenden

Für jede Strahlenquelle gibt es Grenzwerte, die darüber entscheiden, ob das jeweilige Gerät unter die NiSV-Verordnung fällt oder nicht. Der Hersteller jedes Gerätes weiß unter welche/n Technologie/n das von Ihnen gekaufte Gerät fällt. Es ist möglich, dass Geräte mit mehreren Funktionen (Kombinationsgeräte) von der Verordnung mehrfach betroffen sind. Erkundigen Sie sich deshalb direkt beim Hersteller!

Bis zum 31. Dezember 2021 ist von jedem/r Anwender+innen der Erwerb der Fachkunde nachzuweisen.  Es gibt verschiedene Fachkunde-Module mit unterschiedlichen Lerneinheiten (LE).

Die Fachkunde besteht aus folgenden Modulen:

  1. Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde
  2. Fachkunde der jeweiligen Technologie, die angewendet wird (Optische Strahlung, Ultraschall, Hochfrequenzgeräte und Niederfrequenz-, Gleichstrom und Magnetfeldgeräte zur Stimulation)

Welcher spezielle Fachkundenachweis erforderlich ist, richtet sich nach der Technologie die angewendet wird. Das Modul „Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde“ ist dabei für alle Technologien bis auf Niederfrequenz-, Gleichstrom und Magnetfeldgeräte verpflichtend.

Sie können sich nur dann von der Fachkunde „Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde“ befreien lassen, wenn Sie:

  • eine staatlich anerkannte Berufsausbildung zum Kosmetiker/zur Kosmetikerin erfolgreich absolviert haben oder
  • einen Bildungsgang staatlich geprüfter Kosmetiker/staatlich geprüfte Kosmetikerin erfolgreich absolviert haben oder
  • die Meisterprüfung im Kosmetikgewerbe erfolgreich absolviert haben oder
  • am 5. Dezember 2021 über eine berufliche Praxis im Kosmetikgewerbe von mindestens fünf Jahren verfügen.

Nähere Informationen zur NiSV finden sie auch hier:

Mehr erfahren

Fachkundekurs/Modul „Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde

Der Kurs für diesen Fachkundenachweis wird von uns ab 2021 angeboten. Er umfasst 80 Lerneinheiten à 45 Minuten, von denen ein Teil im E-Learning Modul angeboten wird.

Inhalte der Fachkunde:

  1. Anatomie
  2. Beurteilung der Haut
  3. Physiologie der Haut und ihrer Anhangsgebilde
  4. Überblick zu Anlagen zum Einsatz nichtionisierender Strahlung
  5. Kenntnisse über die Wirkung von Strahlung
  6. Aufklärung von Personen
  7. Übungen
  8. Praktikum
  9. Prüfung
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